#8 mit Armin Rühl und Markus Born
Shownotes
Gäste im Kangaroo Studio sind Produzent und Studiobesitzer Markus Born und Schlagzeug Legende Armin Rühl. Beide verbindet viel mit Edo Zanki. Markus war Toningenieur und hat viele Produktion mit ihm gemacht, Armin war Schlagzeuger der ersten Stunde.
Wir sprechen u.a. über die Aufnahme zu "Here comes the Night", legendäre Konzerte und "Modesünden" früherer Zeit. Außerdem erfahren wir, dass es eigentlich Armin Rühl war, der den Begriff "Multimedia" erfunden hat.
Links:
Edo Zanki Tribute Collection: 👉🏾 https://www.edo-zanki.com/tribute-collection/
Markus Born: 👉🏾 http://www.kleineaudiowelt.de/studio/
Edo Zanki: 👉🏽 https://www.edo-zanki.com/tribute-col… 👉🏾 https://www.edo-zanki.com 👉🏾 https://www.facebook.com/EdoZanki/?lo… 👉🏾 https://www.instagram.com/edozanki/
KOMPLIZEN alle Folgen: 🎥 https://www.youtube.com/@ZankiEdo/podcasts
Podcast Website: 🎙️ https://komplizen-der.podigee.io
Transkript anzeigen
00:00:13: Komplizen der Edo
00:00:14: Zanke Podcast aus Gerber
00:00:16: VIII.
00:00:16: Zum Album Herkampst The Night und zu jedem Album zwei Podcasts, jetzt wollen wir mal ganz weit zurückgehen denn wir haben zwei absolute Pioniere hier aus der Anfangszeit von Edo, aus der Frühzeit von Edo zum einen Amirül und Markus Bohrn.
00:00:32: Amin muss man eigentlich nicht vorstellen einer der bekanntesten und besten Drama in Deutschland.
00:00:37: Markus Born, Tontechniker, Studioinhaber inzwischen.
00:00:40: Auch ja!
00:00:41: Das alte Studio von Vinny Laiens anthaus.
00:00:43: Genau.
00:00:44: Dass ich auch noch sehr gut kenne hat er kleine Ahnung mal ein Demo aufgenommen und das auch immer versucht
00:00:47: habe.
00:00:47: Echt?
00:00:47: Hoffentlich musst du die Ahnung erzählen.
00:00:50: Mit Vinnie Lai ist leider nichts geworden weil der Kollege mit dem ich das aufgenommen hatte... Die Sony wollte es haben und der Kollege hat nix anderes zu tun gehabt als den Tankstelle zu überfallen Und ist dann nah mit der.
00:01:00: Er ist aber zweieinhalb Jahre in den Knast gefahren und das war so bei der Popstar.
00:01:04: Dann
00:01:04: hat die V-Ö
00:01:05: leicht
00:01:06: zwangend.
00:01:06: Ja, meine Erinnerung an das Studio.
00:01:09: Mega!
00:01:10: Aber es geht ja nicht um mich sondern es geht um Edo Zanki... ...und Armin du bist einer der allerersten der überhaupt so mit Edo zusammen gespielt habt.
00:01:19: Du kommst aus derselben Region Eine sehr ländliche Region muss man denen sagen, die es nicht wissen.
00:01:26: Wie habt ihr euch da gefunden?
00:01:28: Das
00:01:28: war schätzlich mal, das ist neunzehntelsebendundsiebzig.
00:01:33: Da hab ich in einer Ami-Clubband gespielt und da waren zwei Schwarze G-Eyes Bass im Gitarre und der Scheuter Franz, Gitarist Und
00:01:48: wir haben
00:01:49: Funkrock gespielt.
00:01:52: Das gab's gar nicht.
00:01:53: Die Musik hat keiner gespielt.
00:01:56: Und dann hatten wir einen Auftritt bei der badischen Landesbühne in Buchsal, Sommerfest und im Publikum saß Edo und Wilco.
00:02:08: Nach dem Auftritt haben mich die beiden Zangebrüder gefragt ob ich Interesse hätte.
00:02:15: Edo will eine Band aufbauen zu bauen.
00:02:18: ein Drama.
00:02:18: Da war ich zwanzig Jahre alt Und war natürlich super happy für so ein Angebot, weil ich Schlagzeug spielen wollte.
00:02:31: Ich habe es schon immer kennengelernt und das bedeutet ja dann Profi
00:02:39: ins Profibus.
00:02:40: Ja du hattest damals einen Job glaube ich?
00:02:42: Ja, ich war Industriekaufmann
00:02:46: Was man halt so macht.
00:02:49: Ich hab Wochenende, hab ich immer gespielt und in der Woche hab' ich getan als zu welchen Industriekaufmann... ...ich weiß nicht, ich weiß heute noch nicht was eine Bilanz ist.
00:03:02: Das sollte man als Musiker aber wissen glaubt!
00:03:05: Nee, als Musikler war's.
00:03:06: Hat mich nie interessiert mehr.
00:03:08: Ich hatte immer interessiert mit guten Leuten Musik zu machen.
00:03:11: Hast
00:03:11: du den Job dann geschmissen gleich?
00:03:13: Ja.
00:03:13: Der
00:03:13: Edo hat dabei sieben Plattenvertrag Und die CBS hat dafür gesorgt, dass er Musiker bezahlen kann.
00:03:21: So mein Vater habe ich gesagt als Industriekaufmann verdiene ich fourteenhundert D-Mark und als Musiker fünfzehnhunderte D-Mark.
00:03:29: Ich war jetzt Musiker, hab meinen Vater gesagt ja du bist jetzt auch alt genug und so Da vorne ist die Tür War aber gut für mich.
00:03:40: Ich kann Autorität nicht haben.
00:03:46: Mit dem Spruch bin ich auch um die Bundeswehr rumgekommen.
00:03:49: Ich
00:03:49: auch,
00:03:50: ja.
00:03:50: Ich hab gesagt, ich kann keine Autorität vertragen.
00:03:54: Die Vorstellung, dass jemand der jünger ist oder ungebildet ist als ich und gibt mir Befehle.
00:04:01: Dann werde ich verrückt!
00:04:02: Ja, ich kenne das.
00:04:04: Aber wie sie ab Geburtstag starke Jahrgänge damals, heute Boomer... Und da hatten die genug.
00:04:13: Musik verrückt war, so wie ich.
00:04:16: Ich sagte ja, hau ab da macht deine Musik.
00:04:17: Markus, wie war das bei dir?
00:04:19: Ein bisschen später dazu?
00:04:20: Ich
00:04:20: bin ein bisschen später dazugekommen als die Platte entstanden ist.
00:04:23: Da saß ich noch quasi im Proberaum, hab die Schule geschwänzt und hab auf dem Vierspurt-Taskamgerät versucht irgendwie Pink Floyd Sharks nachzubauen.
00:04:34: Ich habe den Edo dann... Das hat sich so angeschlichen kann man sagen.
00:04:39: Ich wusste natürlich aus meiner Zeit, ich habe das erste Studio mit einer Achtspommaschine gemacht.
00:04:47: Und dann wusste man unter Kollegen bei Bruchsal gibt es ein Studio und da ist der Edo Zanki und die machen das richtig gute Zeug.
00:04:57: Und ein paar Jahre später habe ich dann den Gaggy kennengelernt, der ja viel mit Edu gespielt hat und auch auf dieser Platte gespielt.
00:05:06: Edu wusste dann auch es gibt da noch ein kleineres Studio wo so jemand arbeitet und ich hatte dann einen Job für eine Firma aus Dänemark, TC Electronics diese Studiogeräte herstellt also quasi Product Specialist.
00:05:17: Ich bin rum gefahren und hab quasi deren Zeug vorgeführt.
00:05:21: die hatten tolles neues Delay.
00:05:23: Dann bin ich so durch die Studios gefahren Und das war eine super angenehme Erfahrung, weil es einfach nicht bloß war.
00:05:32: Da kommt jemand und will uns was vorführen.
00:05:35: Was will der hier?
00:05:36: Lass mal hören und dann geh wieder!
00:05:38: Sondern da habe ich echtes Interesse gespürt, an dem ja wo sitzt du, was machst du... Man seither kannte man sich halt so ein bisschen.
00:05:46: Irgendwann viel später Ende der Neunziger habe ich Edo beim Florian Sitzmann getroffen Befreundeter Producer Keyboarder, weil ich eine Solo-Platte vom Akosho produziert habe.
00:06:00: Der auch bei den Söhnen gespielt hat.
00:06:01: dann und da kam Edo zufällig vorbei und sagte, ich brauche jemanden der mir hilft.
00:06:06: Ich hab diese Riesen-Söneband im Studio.
00:06:09: die sind anstrengend super kreativ aber irgendwie Tag und Nacht das geht's!
00:06:15: Der eine schläft, der andere will was machen, ich komm gar nix mehr.
00:06:18: Ich brauch irgendwie Hilfe und nun hab' ich gesagt hey... würde ich sofort machen und plötzlich saß ich hier drin.
00:06:25: Und daraus hat sich dann eine sehr lange schöne Arbeitsbeziehung entwickelt.
00:06:30: Aber ich schließe daraus, dass du das Album schon kanntest also, dass Du Edo auch schon wahrgenommen hast als er noch Englisch sei?
00:06:35: Ja ja!
00:06:37: Ich kannte ihn so von dem was man so gehört hat im Radio und halt klar von den Platten.
00:06:43: aber es war jetzt nie so, dass er sozusagen ganz ganz präsent war immer.
00:06:53: Also ich wusste, dass diese Art von Musik so eine West Coast inspirierte amerikanische englisch gesogene Platten zu machen gab es ja damals eigentlich nur Lake und ihn.
00:07:04: Und das war halt was was was so faszinierend war, dass sowas als Deutschland kommt mit diesem Spielgefühl, dass es natürlich so ein Benchmark war wo man sagte hey wenn du so Musik machst dann ist das sozusagen die Die rote Linie, die du halbwegs erreichen willst.
00:07:22: Damit es irgendwie eine Qualität
00:07:23: hat.".
00:07:24: Du hast gesagt, Armin, du kamst als junger Schlagzeuger mit zwanzig zu ihm?
00:07:28: Ist man da respektvoll gewesen oder warst du so ein wilder Kerl, dass du gesagt hast, das stämme
00:07:33: ich?".
00:07:34: Ich war einen Rohrdürmann und Wilco und Edou haben mich geschliefen und zum Glänzen gebracht.
00:07:45: Ich meine, man muss sich das vorstellen.
00:07:46: Damals gab es keine Computer im Studio und kein Click-Track aber Edu hat mir einen Kopfhör aufgesetzt mit einem Rhythmusgerät.
00:07:58: was so allein unterhalten und dann habe ich dazu gespielt und hab mein inneres Timing trainiert obwohl ich heute noch davon lebe.
00:08:11: Also im Bandgefühl, wie habt ihr euch als Band zusammen?
00:08:14: Sondern ein Band muss ja auch funktionieren.
00:08:16: Das ist
00:08:16: immer da selbst in meiner Band, wo ich heute spiele.
00:08:21: Wir sind Kumpels und Freunde machen zusammen Musik.
00:08:24: Da gibt es keine Hierarchien oder irgendwas.
00:08:28: Freunde kommen zusammen und entwickeln eine Vision.
00:08:35: Wir haben nie gestritten oder irgendetwas.
00:08:40: Wenn einer eine Idee hatte über Musik kann man schlecht reden, sag ich immer.
00:08:45: Wir haben uns immerhin gesetzt und haben jede Idee bearbeitet.
00:08:49: Und dann weiß man nachher von alleine, war ne gute Idee klappt oder scheißidee.
00:08:56: Die Richtung war von vornherein klar?
00:08:58: Oder gab es noch ein bisschen Rumexperimentation?
00:09:01: Wenn
00:09:01: du an Klavier sitzt und singt, ist das eine Richtung!
00:09:07: Das stimmt.
00:09:08: Und dann musst du nur noch irgendwie dein Instrument in Form bringen, dass es ein geiler Song wird.
00:09:15: Wico hat mir mal erzählt, wenn der Edo Klavier gespielt hat das war schon so wie eine ganze Band.
00:09:19: Ja ja!
00:09:20: Es ist so angefühlt.
00:09:25: Ich hab mich mal gefragt oder ich habe den Alfred mal gefragt warum benutzen da immer die schwarzen Tasten zu viele schwarze Tasten?
00:09:34: Da sind weniger als die weißen.
00:09:37: Das ist aber auch in den späteren Arbeiten, dass ich mit ihm zusammengearbeitet habe.
00:09:44: Das fand ich immer faszinierend.
00:09:46: dieser Blick aufs Wesentliche und wie er mit Reduktion kreativ... Umgegangen ist, also diese Fähigkeit einfach alles Unnötige wegzulassen und das scheinen zu lassen.
00:09:57: Genau!
00:09:58: Und sehr geschmackvoll Scheinen zu Lassen.
00:10:01: Ich glaube es war eben einfach eigen.
00:10:04: der hat so gehört.
00:10:06: Ich Glaube Diese Prägung die alle habt kommt auch ein bisschen was schon erwähnt durch die Amis hier in der Region oder?
00:10:13: Ganz
00:10:13: klar ganz klar da.
00:10:15: Norbi hatte Ami-Club gespielt da Alfred nicht so dann Tanz und Handlungsmusik gemacht.
00:10:23: Aber ich habe amerikanische Musik mit amerikanischen Musikern vor amerikanischem Publikum gespielt Und das prägt.
00:10:32: Und es waren lange Sätze, ne?
00:10:34: Das waren also fünf
00:10:35: Sätze auf fünfzig
00:10:36: Minuten... Von acht bis eins!
00:10:40: ...von
00:10:41: Haufen durchgeknallt und besoffen Harmes.
00:10:43: Ja, ja.
00:10:44: Aber da habe ich gelernt was Funk ist in Soul und Rock'n Roll und Western Country Musik und den ganzen Quatsch da.
00:10:55: Hast du auch den Wilco da erlebt?
00:10:57: Er hat auch in Army Clubs gespielt.
00:10:59: Das hat ihr auch noch nicht begegnet dort.
00:11:01: Ich kannte die Marquis, was die Showband war, wo Edo vorher gesungen hat.
00:11:07: Weil sie ja da Wilco auch gitarre gespielt hat bei den Marquisen Die waren die Top-Band in der ganzen Umgebung.
00:11:15: Was so Showbands oder Tanzmusik oder so Hab ich auch gemacht vorher.
00:11:22: Meine Band ist Hollywoodtanz und Showband Aber ich weiß alles über Abba und Gloria Gaynor.
00:11:31: Oh
00:11:33: ja, erster Proberaum ... Wir haben schon mal gesprochen.
00:11:35: Ich glaub das war irgendwo im Schuppen?
00:11:38: Bei mir zu Hause in der Scheune.
00:11:40: Das wars genau!
00:11:41: In der
00:11:42: Scheule hab ich meinen Vater da eigentlich nicht wollte, dass sich Schlagzeugerwärter hat.
00:11:47: Erlaubt, dass ich einen Proberraum baue und dann auch dann übe, wenn ich an der Schule komme oder wenn.
00:11:56: Da ist heute nur eine Tür von dem Probehaum in der Scheune.
00:11:59: Da stehen neunzehnt Bändenamen drauf.
00:12:01: Mega,
00:12:02: mega!
00:12:03: Die da drin geprobt haben.
00:12:05: Fünfzehn von den Neunzehn habe ich selber gekundet.
00:12:09: Hier kommt's to the nightest.
00:12:10: das Album wird erst besprechen und wenn ich dich schon hier habt bisher der Drama auf dem Album.
00:12:15: kannst du dich noch an die Entstehung des Albums erinnern?
00:12:18: Ich musste
00:12:19: nochmal den Nobby und Alfred anrufen die Tage, weil es ist ziemlich weit her.
00:12:29: Weißt du mal so viel erlebt in den fünftig Jahren oder wie lange das ist?
00:12:34: Ja dann plötzlich kam wieder alles.
00:12:37: Wir hatten ein mobiles Tonstudio von den Rolling Stones.
00:12:41: Das ist meiner Mobile.
00:12:43: Das stand im Hof vom Studio gegenüber und da haben wir dann richtig Professionell gearbeitet.
00:12:54: Wir haben vorher drei, vier Monate nach Telang gebrobt und zwar täglich von zehn Uhr morgens bis zehn Uhr abends.
00:13:02: Aber die CBS hat uns einen Gehalt bezahlt und dann waren wir auch motiviert und das führt dazu dass die Band tight wird.
00:13:13: Man hätte es vielleicht auch mal an können mit Arrivierten angesagten Studiumusikern zusammenstellen und so, die hätten das dann in ein paar Tagen da runtergespielt.
00:13:25: Aber das war nicht die Intention vom Edo.
00:13:29: Das hört man auch?
00:13:30: Das ist sehr homogenes Album.
00:13:31: Wir
00:13:31: haben uns gut verstanden wie gesagt und hatten eine tolle Zeit.
00:13:37: Es hat mich auch fasziniert beim Reinhören wieder diese Energie von der Band.
00:13:42: Das war auch meine erste Frage wie lang es euch vorher gab und ob ihr auch die Songs auch schon mal live gespielt hattet.
00:13:49: vorher, weil das klingt wirklich nach
00:13:51: gut abgehangen
00:13:53: aber trotzdem frisch.
00:13:54: Und es gab ja auch nur dieses kleine Zeitfenster.
00:13:56: Das Stones-Mobil musste ja glaube ich wieder weg dass die waren zufällig in Paris und dann kam das Stones- Mobil her.
00:14:01: Wir
00:14:01: haben uns richtig konzentriert da.
00:14:04: Wie lange habt ihr gearbeitet?
00:14:07: Mit dem Mobile?
00:14:08: All Songs recorded december der vierzehnte bis zum einund dreißigsten.
00:14:11: Alter,
00:14:13: zwei Wochen.
00:14:14: Karlsdorf bei Peter Greenslade, das war der Mande des Männermobile.
00:14:19: Genau!
00:14:20: Der
00:14:20: Techniker.
00:14:22: Kennst du die Anekdote?
00:14:23: Warst du dabei als er hier fast verprügelt wurde?
00:14:25: Ja,
00:14:25: ja!
00:14:28: Peter Greenslay ist ein typischer Engländer.
00:14:32: Er hat auf dem Kommunikat zu uns knopfgedrückt und wir haben auf den Kopf herabend.
00:14:37: Es ist dann alle geil.
00:14:38: Komm mal hier mal vorbeikommen, ich glaub vielleicht sein Lamm in der Klappe.
00:14:50: Wie kurz danach hat es geklärt und so?
00:14:53: Ja das war der Nachbar, der dachte ganz Karlsdorff abgehört von der Stasi oder sonst irgendwas.
00:14:59: Weil man das nicht kannte!
00:15:01: Aber Markus wenn ich dich schonmal hab... Wir können ja mal da einsteigen.
00:15:04: du hast auch vorhin irgendwie gesagt dass du das Album sehr modern findest eigentlich auf dieser Art.
00:15:09: ne
00:15:10: Ja, also nach dem Reinhören wieder habe ich erst nochmal geguckt wann das wirklich entstanden ist und es ist ja dann neunundsiebzig eingespielt.
00:15:17: Wenn das Achtzig rauskam... Und ich fand, da sind schon so viele wirklich typische Ansätze vom Produzieren her und von den Sounds her.
00:15:28: Die so die Achtziger geprägt haben auch drauf, dass ich dann nochmal geguckt habe bei vergleichsweise Sachen, die so die Achziger geprägt haben aus England, wann die rauskamen und so... ...und dann hab' ich gesagt, die kamen alle zweiundachtzig,
00:15:40: vierundachtzlich!
00:15:41: Also war sehr früh eigentlich in dieser Ästhetik
00:15:44: ein
00:15:46: Album wasso diesen siebziger Sound so hinter sich gelassen hat.
00:15:54: Also diese ganze Art mit Effekten umzugehen und die Art so... sauber getrennt auch die Sachen aufzunehmen.
00:16:05: Also das ist wirklich so eine extreme Durchsichtigkeit für diese Zeit in der Soundestätik
00:16:10: und super!
00:16:10: Was mir auch auffällt, ist dass da irgendwie fast jeder hat ein Titel darauf.
00:16:14: Normalerweise bei solchen Platten liest man dann immer was weiß denn ich?
00:16:17: Der Künstler oder irgendwelche Leute, die zugearbeitet haben?
00:16:21: hier sind es fast ausschließlich wenn man mal von Jim Rakete absieht.
00:16:25: Ja, ihr habt alle damit geschrieben selbst Armin hier straight on through the night Ein Titel, bei dem du mitgeschrieben hast.
00:16:34: Weißt du gar nicht mehr?
00:16:45: Das ist wahrscheinlich eines dieser, was du gerade gesagt hast, Session-Projekte weil hier steht die ganze Band drauf.
00:16:50: Wenn wir darüber gesprochen haben dann können wir ja gleich ein Titel machen aus dem Album.
00:16:54: das machen wir in jedem Podcast Ich würde sagen bei Armin Mitgespätert darf Armin sich den ersten aus, wenn der Markus macht an den Schluss.
00:17:03: Welchen würdest du nehmen von dem
00:17:04: Album?
00:17:09: Hier kommst du
00:17:10: tonight!
00:17:11: Warum diesen Titel?
00:17:13: Ich habe es vorhin nach fünfzig Jahren erst mal wieder gehört und dann war mir gar nicht klar dass das ein Raggy ist.
00:17:23: Auf die Idee gekommen sind dann Reggae-Version zu machen, das weiß ich nicht.
00:17:28: Das waren
00:17:28: wahrscheinlich irgendwelche Drogen im Stuhl.
00:17:30: Ja,
00:17:32: das gab es nicht in einer Drogenwahl.
00:17:34: Okay, da machen wir jetzt...
00:17:37: Es gab Eis beim Rokko da drüben.
00:17:41: Es gab Kaffee und Kuchen immer!
00:17:44: Aber keine Drogen, kein Alkohol.
00:17:46: Deswegen sieht sich auch noch hier heute.
00:17:48: Ich stühle immer noch Musik bin alt, Ich kann acht Stunden schlafen, mir tut nichts weh.
00:17:56: Broken?
00:17:57: Nein!
00:17:58: Vielleicht ein bisschen geschahle.
00:18:02: Als Winzer muss man das machen.
00:18:04: Genau als Winzer müssen wir es machen.
00:18:05: Wir hören hier comes the night im Edo Sanke Podcast Kompliz in der Edo Zanki Podcast aus Gabba
00:18:48: Acht mit Markus Boron
00:18:50: und Armin Rühl.
00:18:51: Ich glaube, all diese Klamotten auf den Fotos hatte ich auch.
00:18:55: Mal gucken mal hier ... Der Edo-Zanke Band!
00:19:00: Na klar... Die Latzhose?
00:19:03: Ja,
00:19:03: sehr steil.
00:19:05: Ich meine Krawatte.
00:19:06: Ich habe nämlich gehört du warst auch bekannt für ausgefallene Outfits früherhin.
00:19:10: Ja ja, ich mache alles oder jetzt auch nicht mehr.
00:19:13: Also ich hab halt so Workshops gemacht für Drama und dann denke ich als Ralf Gruski viel besser Schlagzeug wie ich.
00:19:25: aber Er kann nicht so quatschen, wie ich.
00:19:32: Die Leute dann alles freundlich drinnen nichts vor, das holen sie.
00:19:36: Wenn er zu viel übt ... Dann meint ihr, du müsst es auf der Bühne zeigen.
00:19:41: Dann finden die Bandmitglieder vielleicht nicht gut und die Mädels auch nicht auf der Tanzfläche.
00:19:47: Also bleibt beim Gruf oder bietet ein Seiler beliebt bei der Band- und dem Publikum.
00:19:53: Und so Sachen.
00:19:53: also ja!
00:19:55: Für mich ist das Schlagzeugspiel nicht nur Klang erzeugt, sondern die Leute sollen auch mal sehen.
00:20:01: Ich hatte schon immer eine bunte Lampe dabei oder einmal war Pub-Akademie Abordnung bei mir im Studio in Raunberg Kameras und alles und dann sind Mädchen.
00:20:16: Was kannst du sagen zu Multimedia?
00:20:19: Ich habe es erfunden Ja, wie?
00:20:22: Ich hab mein Bass-Trampfil vorne alle halbis Jahr sieht es anders aus.
00:20:28: Und zwar selber gemalt!
00:20:30: Ich habe immer eine bunte Lampe dabei und ich habe immer Räucherstäbchen dabei.
00:20:36: Dann gucken die Leute, hören Schlagzeug, sehen ein schönes Bass Trampfil.
00:20:43: Es riecht gut nicht nach Aschenbecher sondern nach Räucherstäbchen.
00:20:48: Ich hab's erfunden, Multimedias.
00:20:51: Mit den Erfindern ist das Multimediast hier, Kassel Lassen.
00:20:53: Multen natürlich!
00:20:54: Ich sag ganz zu den Jungs... Wenn er nicht pünktlich seid, zugenverlässig und frisch geduscht und hat ein schönes Hemd an, kriegt der auch keinen Job in einer Band?
00:21:05: Punkt.
00:21:06: Wir kannst ja noch so viel Kunstschlagzeug spielen können.
00:21:10: Das Auge hört mit, genau
00:21:12: So, das auch
00:21:14: gehört mit.
00:21:15: Markus wenn du die Jungs einordnen müsstest damals ... Das war eigentlich sehr international, das kann man so als deutsche Band gar nicht... Genau!
00:21:22: Also ich zum Beispiel hab damals nicht gedacht dass es ein deutscher Eck
00:21:26: ist.
00:21:26: Also das war das faszinierende da dran, das ist einfach.
00:21:29: also hatte überhaupt
00:21:31: nix,
00:21:32: also provinziell schon garnicht aber auch nichts was so deutsch typisch war sondern uns klang wirklich international und
00:21:40: kommt davon für die Amis gespielt haben und Amiranjo gehört
00:21:44: haben.
00:21:45: Das ist aber auch genau, das ist diese Schule hier durch den Club-Sarkitt bei den Amis
00:21:51: zu gehen?
00:21:51: Kulturale Prägung!
00:21:52: Ich weiß zum Beispiel...
00:21:53: ...kulturelle Aneignung,
00:21:55: was
00:21:55: Gutes in dem Fall
00:21:59: ist.
00:21:59: Ja also da gab es euch, ich meine es war eigentlich eine skurrile Zeit wenn man sich das so überlegt.
00:22:03: Man spielt halt sozusagen bei der Armee zu deren Unterhaltung Aber er kriegt natürlich auch auf der anderen Seite ein musikalisches Training, was du sonst nirgendwo kriegst.
00:22:15: Und man kann das ja heute... Kann mal so'n bisschen gucken wo die Bands, die lange unterwegs sind in Deutschland, wo die herkommen?
00:22:22: Da sieht man dass die aus Norden kommen, die sind mehr britisch geprägt weil Hamburg halt diese Verbindung nach England hatte und alles so.
00:22:30: Dann hat man schon
00:22:31: Frankfurt oder die Kitaristen Funky
00:22:35: Und diesen Funk und Soul, den hast du eher in Süddeutschland.
00:22:39: Zumindest in den Generationen von Musikern die diesen Sack
00:22:42: noch mitgemacht
00:22:43: haben.
00:22:44: Ja glaube ich auch was mit den Radiosendern zu tun.
00:22:48: Die Briten,
00:22:48: wir haben FN gehört.
00:22:49: In Frankfurt waren große FN-Stationen Bei den öffentlich-rechtlichen kann ich das nicht sagen, wie stark die jetzt unterschiedlich geprägt worden sind.
00:23:00: Da hatte ich jetzt nicht so den Überblick aber ... Wie man als Musiker aufgewachsen und initiiert wurde.
00:23:09: sozusagen ist es schon ein Unterschied ob man aus Hamburg jetzt kam oder hier südlich von Frankfurt?
00:23:15: In Köln spielen die Gitaristen alle Sexseiten, brengen, denken, denken ... Und in Mannheim oder Heidelberg spielen sie ... Trotzdem
00:23:27: war Hamburg trotzdem auch immer ein guter Live-Standort für euch.
00:23:31: Ja, deswegen haben wir da in Hamburg sehr gut an weil wir ja den Ehreoren geklungen wie Amis.
00:23:41: In Hamburg gab es den Stil gar nicht und vorhin erzählt wir haben drei Tage.
00:23:48: das war auch ... Wir haben drei Tage in Hamburg gespielt, im Logo und berühmter Musikglub.
00:23:57: Am ersten Tag war nichts los, weil uns niemand kannte.
00:24:01: Und danach kam Schnee-Sturm, waren Meter hoch... Und am nächsten Tag hat Peter Uherpahn, was ein Musikjournalist ist vom allermeisten den ganzen Tag eduzankig gespielt um Radio ... und hat gesagt Leute
00:24:17: geht
00:24:17: dahin!
00:24:19: Selbst wenn da ein Meter stehen ist, kein Taxi fährt mit einem Bus oder irgendwas.
00:24:23: Aber geh da hin und guckt euch die Bänder an!
00:24:26: Und am zweiten Tag und dritten Tag war die Bude voll... Udo Lindenberg und das Panikorchester komplett saßen im Publikum.
00:24:33: Oder Meineke auch?
00:24:34: Ja,
00:24:35: genau!
00:24:35: Er hat
00:24:35: den Gig mitgeschnitten... ...mit dem Tonwandgerät von Udo hat es ihm erzählt.
00:24:40: Gibt's sogar noch ein Bootlecht?
00:24:42: Ich glaube, das gibt's doch irgendwo.
00:24:43: Das ist mal was besorgen.
00:24:44: Vielleicht hat Udo das verschwinden lassen damit.
00:24:48: Dann waren wir durch.
00:24:49: Zumindest in der Musikszene war man dann durch weil die so einen Sound hat keiner gemacht.
00:24:57: Wir haben zum Beispiel drei Keyboards auf der Bühne.
00:25:01: Edo hat Klavier gespielt, Alfred Hämmerndorgel und Bruce Wallace.
00:25:06: Klawinet und Solina so streichern und was weiß ich nicht.
00:25:10: Das hat einen Schlagzeug unperkraschen.
00:25:15: Mega!
00:25:16: Und dann halt Edo mit seiner Stimme.
00:25:19: da sind die umgefallen.
00:25:20: Nach diesen Halben in Englisch hat man den Schwenk auf Deutsch gemacht.
00:25:24: Kannst du dich noch erinnern an diesen Wechsel und an die Diskussionen, die es da gab?
00:25:29: Das
00:25:30: war ganz klar.
00:25:31: Weil ab Einenundachtzig war neue Deutsche Welle angesagt.
00:25:37: Ganz klar, dass keiner mehr eine Platte kauft, wo in Deutschland eigentlich sinkt.
00:25:43: Und dann lag das auf der Ahnung.
00:25:46: Wenn Du Platten verkaufen willst musst du deutschen Text machen.
00:25:51: War völlig neu damals!
00:25:53: Also Riesenexperiment.
00:25:55: Ja, und er ist auch immer noch ein Soul-Sänger.
00:25:59: Ein Soul mit deutschen Texten.
00:26:02: Deswegen ist er damals der Sever Neidu dann hier gelandet.
00:26:07: Weil er gecheckt hat.
00:26:08: es gibt in Deutschland nur einen, der Soul auf Deutsch interpretieren kann.
00:26:15: Was ich so interessant finde darin Markus ist dass man eigentlich überhaupt keinen Unterschied hört Außer der Sprache.
00:26:22: Das ist eine völlig andere Art zu frasieren, als andere Deutsche das zu machen oder gemacht haben?
00:26:27: Das fand ich auch interessant dass er seine Frasierung eigentlich komplett beibehalten hat.
00:26:31: Er hat überhaupt seinen Gesang nicht neu erfunden als Deutsch mit der deutschen Sprache sondern er hat sozusagen... Eigentlich hatte die Sprache als Sound benutzt.
00:26:44: immer So habe ich es verstanden, dass er sozusagen die Worte... Er war auch ein Sänger.
00:26:50: Du hast ja immer den Text gespürt bei ihm.
00:26:53: also er war jemand der den Text als ganz großer Fan.
00:26:56: Ich erinnere mich noch oft wenn wir hier gearbeitet haben kann man morgens rein mit irgendeinem Zitat von Tony Mitchell oder Paul Simon und das waren alles so Acts die sozusagen auch als Interpreten und die Emotion of the Song wirklich so rübergebracht haben, also den du wirklich jedes Wort so abgenommen hast.
00:27:17: Das hatte der Edo auch aber er hat trotzdem diese Worte und die Sprache einfach als Instrument, als Sound benutzt.
00:27:25: Und ich glaube das war für ihn der Unterschied gar nicht so riesig groß ob es jetzt ein deutsches Wort ist oder es hat halt vielleicht eine so lange Vokale und bisschen mehr Konsonanten.
00:27:38: Aber ansonsten, wenn das so singbar getextet ist, dann konnte der das gut umsetzen.
00:27:44: Ich habe ja die Theorie immer, dass viel damit zu tun hat, dass es nichts an der Muttersprache ist.
00:27:49: Dass er also auch frei war von ganz vielen solchen ... Ja, aber ganz viele in der Zeit, das weiß ich noch... Die Sprache der Täter kann man nicht singen und schon gar nicht in der Rockmusik.
00:28:02: Und das ist Schlage!
00:28:03: Von all dem hat er sich freigemacht?
00:28:05: Das
00:28:05: ist ein guter
00:28:06: Punkt.
00:28:06: Da hatte er vielleicht auch einen unbelasteten Ansatz.
00:28:10: Auch diese Frasierungen, die so überhaupt nicht Deutsch klingen... Wenn ich das mal vergleiche mit Udo, der klingt knallhart deutsch auf dem Punkt alter Drama singt wie ein Drama ist zackig.
00:28:19: Bei Edu ist es praktisch wie vorher in Englisch.
00:28:23: Deshalb gibt's diese Unterschiede.
00:28:25: Habt ihr damals da groß drüber diskutiert?
00:28:27: Also gab's da auch Leute gesagt haben fang bloß sich an auf Deutsch.
00:28:30: Das ist so.
00:28:30: groovie.
00:28:30: in englisch war klar
00:28:35: Wie das mit Eddo war und der Plattenfirma, das entsieht sich meiner Kenntnis.
00:28:41: Klar!
00:28:42: Aber für uns mein Gotteslag auf die Hand.
00:28:45: Und er hat ja auch dann die Bernd Kiwi zum Beispiel, die haddendeutsche Texte.
00:28:51: Weil sie haben ja da ja auch produziert.
00:28:55: Das ging dann so irgendwie fließend.
00:28:58: Kommt ein, Sie singen Deutsch und man sagt vielleicht, die Plattenfirma würde es ja nicht auch deutsch sehen?
00:29:05: Weil ich nicht Englisch und Texan bin,
00:29:07: dann
00:29:08: kommt man nicht mehr weit meiner Datenmassen in den neuen deutschen Willen da
00:29:15: an.
00:29:15: Zumal das auch immer sehr schwierig war damals deutsche Künstler in Amerika und England auf den Markt zu bringen.
00:29:23: Da gibt es einige die das versucht haben und nicht geschafft haben.
00:29:26: Leica hat funktioniert?
00:29:28: Ja der exoten Status.
00:29:30: Die waren vorprogrammen von... Linaz Kinnert
00:29:34: oder
00:29:34: einer amerikanischen, amerikanen Hauptstadion hoch und runter.
00:29:38: Und die Amis haben gar nicht gecheckt, dass das ein deutscher Hektis ist, weil sie so amerikanisch Sound hatten und so gesagt haben.
00:29:47: Na gut, der Bandname ist natürlich auch... Da gibt es keinen Hinweis darauf wo die herkommen?
00:29:53: So, Millionen Amis denken ja heute noch, dass sie Skorpions-Namiband ist.
00:29:58: Trotzdem Akzent von Klausem eine.
00:30:03: Ich will mal zurück aufs Live-Geschäft.
00:30:05: Wenn ich diese Bilder sehe, dann habt ihr immer total viel Spaß auf der Bühne gehabt.
00:30:08: und war das so auf Tour mit für euch als Band damals?
00:30:16: Das war ... Und wenn du jung bist, weißt du, ist das heisse Gal, dein Pensionszimmer!
00:30:27: Oder die Umstände oder der Transport.
00:30:30: Also sieben und ein halb Tonner für die Heizung nicht gegen den Winter dann irgendwie nach einem Ufer fahren, so.
00:30:39: Kein Problem.
00:30:40: Wurden noch mal Fernseher aus dem...
00:30:44: Wir sind im Außenverdacht entbreicht.
00:30:48: Anständig erzogen?
00:30:49: Ja, wir haben alles von den Drogen.
00:30:52: Wir haben auch nie ... Wir haben keine Drogen genommen!
00:30:55: Was wir auch gesehen haben bei anderen Bands, die vielleicht dann auch so ein Erfolg hatten.
00:31:02: Das hat
00:31:04: man dann... Hype!
00:31:05: Der Deutsch Hype.
00:31:07: Und die dann Party feiern.
00:31:09: Wir haben sie jetzt geschafft und machen jetzt Shampoos & Coaks.
00:31:15: Da konntest du zugucken wie die da wieder verschwunden sind.
00:31:19: Das haben wir gleich gewusst.
00:31:22: Wir machen Musik wegen der Musik weil wir Musik leben.
00:31:25: Die äußeren Umstände haben sich jetzt bei mir geändert in den letzten paar Jahren, bei Krönemeyer.
00:31:33: Aber das willst du nicht missen diese Zeit.
00:31:36: Da hast du mir mal erzählt, dass immer wenn ihr im Hansa-Studio seid, müsst ihr an Edo denken?
00:31:41: Ja, neunundsiebzig haben wir eine Platte aufgenommen im berühmten Hansa Studio und da waren Toningenieur, Tom Müller, eine Legende, Fuller Aschenbecher Konjak-Schwenker.
00:32:08: Und jetzt war mit Grönemeyer da im Rahnzaustudios hingucken, vom dritten Stock runter in den Hof ist immer noch der Parkplatz und da ist es immer noch ein blaues Peh, so ein Verspiel mit Tom Müller.
00:32:26: Muss man dazu sagen, ihr habt da mit Edo auch aufgenommen damals im Hansa Studio.
00:32:30: Das war natürlich ein Berlin-Hansa-Studio!
00:32:34: Mein Gott...
00:32:36: David Bowie, Iggy Pop.
00:32:38: Das waren die Zeiten.
00:32:39: Alle.
00:32:40: und dann haben wir... Ich weiß noch, wer kam da an?
00:32:45: Aus Hamburg in Tiesch nach Berlin gefahren.
00:32:49: Hansa-Studios alle Autos waren Nicht mehr zu erkennen, Meter hoch Schnee auf der ganzen Reihe geparkter Autos.
00:32:57: Dann kam raus aus dem Studio Frank Zander.
00:33:02: Wo ist mein Auto?
00:33:04: Da haben wir Frank Zandac geholfen sein Auto zu suchen für den Schnee wegzuschieben und seinen Kamaro anzuschießen.
00:33:19: Wenn du diese Studiotechnik so anguckst heute Markus, ich meine wir sind hier in dem Studio das eigentlich auch schon relativ old-fashioned ist.
00:33:27: So einen großen Aufnahmeraum hat man alles gar nicht mehr.
00:33:31: Gibt es selten noch?
00:33:32: Ich glaube wenn du nicht groß umgebaut hast bei dir gibt's das auch noch.
00:33:35: Bei
00:33:35: uns gibt es auch noch ein bisschen anders als er.
00:33:38: Mit einem riesen Flügel
00:33:40: drinnen
00:33:41: und so.
00:33:41: Das vergleichste heutzutage die Produktion von heute sind die Seelenlose.
00:33:47: Das kannst du pauschal nicht sagen.
00:33:50: Also, es ist einfacher sehnenloses Zeug zu produzieren.
00:33:56: Du kannst halt dir gerade mit diesen ganzen Portalen wie Splice und jetzt kannst du dir tausende gute Sounds zusammen.
00:34:05: klicken.
00:34:06: Ich unterrichte auch an der Pop-Akademie und ich kenne viele junge Producer, die ganz tolles Zeug machen.
00:34:10: Ich kenne aber auch einige, die dir einfach Sounds nehmen und schnell kollagieren und du bist halt schnell auf einem Level wo es wirklich gut klingt.
00:34:21: Aber die Seele von der Musik, ich glaube, der Edu hat immer gesagt, ganz egal wie die Technik sich verändert das Maß an wirklicher Inspiration bleibt immer gleich.
00:34:35: Du hast ein paar Leute, die stechen raus.
00:34:37: Weil sie einfach einen Zugang zu was haben, zudem andere eben nur einen eingestrengten oder keinen Zugang haben und das wirst du immer merken künstlerisch.
00:34:45: Das sind die, die dann bestand haben und auch über eine lange Zeit etwas zu erzählen haben.
00:34:51: Eigentlich sind es alles nur Tools.
00:34:53: Edu war ein großer Mentor für mich von der Studio Produktionsseite und ich fand es immer erfrischend mit welcher Bodenständigen Blick er da dran gegangen ist.
00:35:05: Das waren einfach, das waren Tools.
00:35:06: Ich weiß noch irgendwann gab es mal... ich habe das Studio noch erlebt als es hier frisch war mit dem alten Equipment.
00:35:13: Da gab's dann noch einen legendären EMT-Hall und alles Möglichen.
00:35:16: Irgendwann gab es ein Einbruch und das Zeug war weg Und dann musste quasi das komplette Equipment neu angeschafft werden.
00:35:23: Wie Einbruch?
00:35:24: Es
00:35:25: wird eingebracht
00:35:26: und geklaut.
00:35:27: Wurde richtig der EMT, und das ganze Zeug wurde
00:35:30: rausgestohlen.
00:35:31: Das weiß ich gar nicht.
00:35:32: Da hat mir Edom mal erzählt, weil irgendwann Jahre später kam ich rein und sagte, wo ist denn das Teil?
00:35:37: Dann sagt er, es war alles weg innerhalb einer Nacht.
00:35:42: Und dann haben sie halt ... Manche Teile gab's auch nicht mehr, es waren Vintage-Geräte haben quasi das Studium neu ausgestattet und ich glaube, es hat draußen niemand gehört.
00:35:53: Weil für Edo das einfach der hatte also auch als Producer generell.
00:35:58: du hast dann einen Klang im Kopf und du nimmst die Tools um diesen Klang sozusagen zu gestalten und mit manchen geht's einfacher, geht schneller oder manche bringen dich auf eine andere Idee.
00:36:10: aber die Art und Weise wie er damit umging war einfach.
00:36:15: Ich hab die Idee, womit machen wir's?
00:36:18: Lass mal das probieren.
00:36:19: Immer sehr spielerisch und ... Ja!
00:36:22: Das war bei euch im Umgang mit der Band auch Geld.
00:36:24: Das fand ich so faszinierend.
00:36:26: Und das ist was du auf dem Album auch hörst.
00:36:28: Du hörst diese Kombination aus Spontanität.
00:36:33: Also das klingt ja wirklich ganz viele Fills, die ihr spielt und Breaks, die er macht.
00:36:39: Die klingen wie gerade erst erfunden.
00:36:43: Und wenn du dann aber die Platte analysierst, das ist da wieder vorgezogen.
00:36:48: Das spielen die alle zusammen und da spielt keiner rein und lässt Platz für den.
00:36:52: Das ist dann auch schon sehr ausgecheckt.
00:36:55: Diese Fähigkeit sozusagen aufs Wesentliche zu reduzieren
00:37:00: und
00:37:00: die Spontanität drinzulassen uns trotzdem So ausgecheckt zu haben, dass es reproduzierbar ist und wirklich knackig auch so auf die Bühne kommt.
00:37:10: Ohne das wieder einer irgendwie rein jammt.
00:37:12: Das hat halt mit sehr viel Arbeit Disziplin und auch glaube ich diesem was der Edo immer so ganz subtil in die Runde gestreut
00:37:20: hat.
00:37:22: Der hat eigentlich so wie ich ihn kennengelernt habe den Sound von der Platte mit den Musikerinnen und Musikern beim Aufnehmen.
00:37:29: Ja dieses familiäre da heute gibt's das Einzel... Gengar-Tum, das meint ich damit.
00:37:34: Dass mehr Einzelgengar TUM
00:37:35: am Start ist?
00:37:36: Natürlich ja klar!
00:37:37: Weil du ... Deine Band ist der Laptop.
00:37:39: Ich hab letztens gerade eine Platte gemischt von jemandem, der hat nur mit Garageband und ohne zugekaufte Plug ins einfach ne Platte gemacht und hat ins Laptopp Mikro reingesungen.
00:37:50: Aber es ist super spannend, mega.
00:37:52: Ja das werde ich jetzt auch gefragt.
00:37:54: Es
00:37:55: ist so eine Elektroplatte mit Orchester-Sound.
00:37:58: Das sind ein paar Samples aus GarageBand und es ist aber toll!
00:38:02: Also es ist sehr Nietche und speziell aber geil.
00:38:06: also es geht man kann das machen Und der Edu wär auch der erste gewesen da irgendwie sagt achso auch das können wir jetzt damit machen.
00:38:12: Let's do it!
00:38:15: Es geht ums Soul... ...und der Art Soul Erfahrung, eine lange Erfahrung.
00:38:24: Edu hat das Soul ganz klar.
00:38:26: Wie er sagt, wenn nur Kids heute da vom Computer sitzen, wenn einer Soul hat oder vielleicht als Kind ein Instrument gelernt hat wenigstens, dann kriegt er auch da aus digitalen Signal was Bewegendes raus, sag ich mal.
00:38:42: Aber
00:38:43: es war ja immer so, weil sie auch als die ganzen NPCs und Sampler rauskamen.
00:38:48: Jeder hat auf dem Ding rumgedrückt und irgendwie lustiges Zeug gemacht aber es war halt nur einer J-Dila.
00:38:55: Ich
00:38:55: vergleiche das immer mit Radio-Redakteuren von heute.
00:38:57: Da gibt's die, die nur den Computer bedienen und im Algorithmus folgen und den Grundlagen, die man so hat im Radio und das schöne Einprogrammen.
00:39:04: dann gibt's aber immer noch diesen werden immer seltener übrigens, die dies mit Herzblut machen und Ahnung für Musik haben.
00:39:11: Schwarzwald Radio habe ich entdeckt.
00:39:13: Stimmt!
00:39:14: Da gibt es einen Typ, der spielt alte Soulmusik und er kannt Dreh und aber Information dazwischen wo die Bandheigung wohl und bei denen mitgespielt ist oder steht total drauf.
00:39:29: So was wie das was du eingangs erzählt hast würde heute nicht mehr gehen.
00:39:33: Es gibt keinen Radiomoderator wie Peter Urban der sagen würde Ich hab hier etwas entdeckt.
00:39:37: Hört euch das mal an und geht zum Konzert.
00:39:39: Und was mir auch aufgefallen ist Armin Also zumindest in den Zeiten, in denen ich dann Edo wahrgenommen habe, dass es live nie eine und dieselbe Version gab von einem Song.
00:39:50: Immer irgendwie anders war das damals auch schon so.
00:39:54: Gibt mir Musik?
00:39:56: Zum Beispiel
00:39:58: acht Millionen.
00:40:00: Aber das fand ich aber gut!
00:40:02: Weil ein guter Song ist ein gutter Song Und denn kannst du dann kneten und treten und machen und das bleibt immer ein guters Song Und das hat mehr Spaß gemacht, dass er dann auch so offen war.
00:40:17: Das muss jetzt immer so sein und so geht es lieb und das muss jetzt eben immer so interpretiert werden.
00:40:24: Wir haben dann geprobt uns irgendwie Flishtiwils gehabt im Sommer und so.
00:40:28: Aber meistens kamen ja die Ideen von ihm.
00:40:32: Man sagt wir könnten das mal so probieren aber wie gesagt ein guter Song ist ein gutter Song den ganzen nicht Todknüppeln oder irgendetwas.
00:40:42: Gibt
00:40:42: es ein Gig oder eine Tour, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?
00:40:46: So viel!
00:40:47: In den Neunzehnten war das auch, haben wir gespielt als Vorgabe von The Who AC Diesel Skorpions in Nürnberg.
00:41:06: Fritz Rau war der Veranstalter und er stand auf dem Edo.
00:41:09: Da hat uns auch immer guter Festival-Gigs zugeschoben.
00:41:14: Wir haben morgens um halb zehn gespielt, da sind ein paar die Eishausen raus in der Schlafsäcke gekrochen.
00:41:22: Das ist ein Desktop!
00:41:25: Wir haben da eine dreiviertel Stunde gespielt morgen.
00:41:28: Ich hatte dann einen All Areas pass und ich stand den ganzen Tag auf der Pühne bis abends bis zum Hauptdeutsch bis zu der Hunde und habe mir alle Bands angeguckt.
00:41:39: Bohnenskott?
00:41:41: Gar nicht mehr daneben.
00:41:42: Geil!
00:41:45: Wie geht mein letztes, hab ich nur den Lied gespielt.
00:41:49: Mein Lieblingssatz von dem... One of these days I'm gonna change my evil ways.
00:42:00: Das ist rock'n'roll'n Poesie.
00:42:03: Da habe ich auch den Unterschied gemerkt zwischen Scorpions... Deutsche Rockband Eine riesen Wand mit Maschalboxen, die aber alle leer waren wegen Transport im Lkw.
00:42:18: Links stammt so ein kleiner Wuchs-AC-Dreißig.
00:42:21: das war ... Das war
00:42:22: ...
00:42:24: Dann auf der Bühne rum und dann auf den Sternbänder und dann über dem Rock.
00:42:30: Und dann kam sie diese.
00:42:31: Die hatten auch eine Wand hinten dran mit Maschanboxen.
00:42:36: Ah, weil die war voll.
00:42:37: Ja genau!
00:42:38: Die waren an der Handel.
00:42:39: Na dann können wir sie.
00:42:40: aah dann zu.
00:42:45: Und ein
00:42:45: Schalldruck?
00:42:47: Unglaublich.
00:42:48: und da habe ich dann gewusst ah das ist der Unterschied zwischen proser Rock und richtiger Rock.
00:42:56: Also denke ich vergesse mein Lip-Tang
00:42:58: nicht.
00:42:58: Fritz Rauer er war ein großer Supporter überhaupt in deutscher Musik.
00:43:01: Da konnte uns gut leiden.
00:43:03: Einmal waren wir in Frankfurt im Büro.
00:43:07: Wir waren anscheinend auf Tour und ich hab gesagt, ich habe einen Termin im Bürow von Frieds Rauh.
00:43:12: Und dann
00:43:14: sind wir halt,
00:43:14: dürfen wir mit?
00:43:15: Dürfen wir mit, ja.
00:43:16: Ich bin mal da reingeschlappt.
00:43:19: Dann hat Frieds Raum Gelbeutel aufgebracht und er hat uns so ein paar Scheile gegeben.
00:43:23: Er hat gesagt, da unten ist so'n Kiosk, da gibt's super Bratwurst.
00:43:27: Geht mal was essen!
00:43:29: Ich hab ihm immer etwas zu besprechen.
00:43:36: Das gibt natürlich noch ein Thema, was man ansprechen muss, Armin.
00:43:39: Wenn du schon mal hier bist, ihr wart ja dann doch irgendwann seid ihr abspenstig geworden oder beziehungsweise abtrünnig geworden?
00:43:45: Ja!
00:43:45: Ihr habt dann irgendwann nach dieser Produktion hier glaube ich verlassen als damals Edo das Gründemeieralbum
00:43:51: mit
00:43:52: euch produziert
00:43:53: habt?
00:43:53: Ja wir waren Studio Musiker und...
00:43:58: Ihr seid dann zum Herbert?
00:44:00: Ist nicht.
00:44:00: Tu' nich Aber die anderen sind schon mal vorgegangen.
00:44:03: Ich meine, das war Einen Achtzig, ich biete dich Punk-Jubel.
00:44:11: Das stimmt mit Currywurst!
00:44:12: Ich
00:44:12: hatte so lange Haare und so ... Nee, ich hab durch Edu ein Mädchen kennengelernt, die war aus Berlin Und die war Lichtdesignerin bei Nina Hagen.
00:44:31: Und in die habe ich mich verknallt und bin ja hinterher nach Berlin.
00:44:35: Ich war dann zweieinhalb, drei Jahre in Berlin, weil ich auch gedacht hab hier auf dem Dorf da, ich weiß auch nicht, die haben so Raustanzug vorbei.
00:44:46: Und Alfred und Norby und Gaggy waren mehr berechnend.
00:44:52: Die haben sich dann ausgerechnet beim Grüne Meier.
00:44:57: haben wir vielleicht ein besseres Chance?
00:45:04: Ich hab immer noch beim Edo gespielt.
00:45:05: Wenn der Klicks hatte, bin ich dann auch wieder angetanzt und hab mit dem Edo gespielt.
00:45:11: Der war irgendwann Schluss mit der Frau?
00:45:12: Und Edo hat dir sehr geholfen?
00:45:14: Ja ja ... Das war ... Edo ist nicht nur ein Superproduzent, ein Supermusiker sondern auch ein super Mensch.
00:45:22: Ich habe Krach gehabt mit meinen Eltern, war verknallt in den Mädchen aus Berlin.
00:45:28: Bei wem konnte ich pennen?
00:45:30: Bei Jesu.
00:45:33: Da hat sich nicht drum gedreht, das geht nicht deine privaten Kacke gibt mich nix an und so.
00:45:39: Das finde ich zum Beispiel das Faszinierende diese familiäre was bis heute bis heute eigentlich anhält auch die anderen genannten.
00:45:46: er war dann bei grüne maier aber es gab immer wieder ein Draht man hat sich immer wieder getroffen auch mal wieder zusammen gejampt und so dass eigentlich wenn er noch leben würde würde das bis heute anhalten kann.
00:45:56: Ich habe Wissen, was wir Edu und Wilco zu verdanken haben.
00:46:03: Das wissen wir.
00:46:03: Kommen wir mal zu euch das machen wir nämlich auch immer noch in dem Podcast so ein bisschen über euch sprechen.
00:46:09: Markus du hast schon ein bisschen angesprochen was du machst eine legendäre Studie übernommen.
00:46:14: aber was konkret läuft gerade bei dir?
00:46:17: Im Moment mische ich eigentlich fast nur noch viel unterschiedliche Sachen.
00:46:22: Also wie du ja vorhin gesagt hast, das ist Pop-Business, wandert mehr und mehr in den Rechner.
00:46:27: Das heißt ich kriege dann mehr die fertigen Spuren zu mischen.
00:46:31: und dadurch dass wir aber auch immer noch ein Studio mit einem großen Aufnahmeraum sind Hat sich das die letzten paar Jahre so ein bisschen verlagert, auch in World Music Sachen.
00:46:41: Viel Jazz-Sachen und da wo noch Bands zusammen, Indie-Bands und Projekte, wo Bands wirklich zusammenspielen?
00:46:52: Wenn ich aufnehme dann eine komplette Band einfach, also reine Overdub-Pop Sachen mache ich eigentlich kaum noch Was Edo ja auch sehr gern gemacht hat, auch was er mit dem André Heller gemacht hat.
00:47:03: Mit dem Afrika-Afrika-Produktionen.
00:47:05: später habe ich noch eine Platte zu mischen mit einem Orchester aus dem Jemen.
00:47:11: Das klingt spannend!
00:47:12: Ich
00:47:12: freue mich sehr darauf.
00:47:13: Ja das ist ne Band die das initiiert hat.
00:47:17: hier heißt ein Elkat.
00:47:19: Die operieren von Berlin aus und sind aber jetzt gerade in den USA auf Tour Und sie machen so eine Art Elektro traditionelle jemenitische Musik, aber mit Elektro mit zum Teil selbst gebrauten Ups und so.
00:47:35: Und die haben mir erzählt dass es einfach keine Konserven, keine Aufnahmen gibt von dieser großen Traditionen jemenitischer Orchester die jetzt durch den Bürgerkrieg halt fast alle aufgelöst sind.
00:47:48: und die haben jetzt wohl mit einem Exilmusikern eben eine Produktion gemacht mit einer Sängerin die dort sozusagen um die Achtzig Sonne Ikone ist, dieses ursprünglichen jemenischen Musikstil.
00:48:03: Das darf ich mischen, da freu ich mich sehr drauf!
00:48:05: Da musst du mal dran rumspielen und dann klingt das wie Heavy Metal.
00:48:08: Ich habe eine lustige Erfahrung gemacht.
00:48:09: Tatsächlich hatte so ein...ich mache ja viel des Weltmusikfestes in Rudolfstadt Und wir hatten dieses Jahr ne Touareg Band.
00:48:16: Und ich hab diese Touaregg Band gefragt Wie soll ich euch den anmoderieren?
00:48:20: Die haben gesagt was auf das machst Du wie folgt Die Westle denken alle Diese Fusion-Musik mit der Touaregs Musik die ist geil.
00:48:27: Das machen wir, damit die Wessler mal ihre Instrumente ausprobieren können.
00:48:30: Wir zeigen das mal richtig.
00:48:32: und hat er mir hinterher erzählt wenn sie manchmal im Studio sitzen und daran rumschrauben an diesen Sounds und gewisse Effekte einmischen klingt es wie Heavy Metal.
00:48:42: Tolles Projekt!
00:48:44: Von dir Armin weiß ich dass du Winzer bist.
00:48:49: Aber ich glaube das ist man eh in der Gegend so ein bisschen... Mein Schwiegervater ist auch hobbywinster?
00:48:53: Ja, aber die nächste Generation ... Ich meine, ich geh jetzt schon auf die Siebzig zu.
00:48:59: Aber bei uns im Dorf gab's das in jedem Haus und jetzt bin ich der Einzige.
00:49:07: Oh okay!
00:49:08: Alles andere ist Winzergenossenschaft und Großwinzer und Maschinen und alles.
00:49:15: Aber so wie ich das machen, alles von Hand.
00:49:18: Ich hab kein Weinbaustudiert.
00:49:20: Ich weiß nur, dass man saub arbeiten muss.
00:49:23: Der
00:49:25: Rest Natur?
00:49:26: Also
00:49:26: dieses Jahr hat es gehadet und jetzt habe ich fünfzig Liter weniger Traubensaft.
00:49:32: Aber ich muss ja nicht davon leben.
00:49:35: Hauptsache ist gut.
00:49:37: Es sind nur zweieinhalb Liter aber
00:49:39: gut.
00:49:39: Musikalisch ist klar Grönemeyer, aber machst du auch noch andere Sachen nebenbei?
00:49:43: Ja!
00:49:44: Weißte...ich hab die...ich harte schwer.
00:49:47: Ich hab Jahrzehntelang Grünen Maior hin oder her.
00:49:52: Aber Freitag, Samstag habe ich mit irgendeiner Band gespielt.
00:49:55: Ich hab immer gespielt, jedes Wochenende hatte ich Kicks.
00:49:58: Mit Kumpels, mit lokalen Bands und Aushilfe.
00:50:02: Weil die wussten, wenn sie mich anfragen als Aushhilfe, dann nehme ich niemand den Job weg weil ich hab schon den besten Job.
00:50:11: Wenn das ist so wie ein Aushildsdramat, ist es vielleicht besser.
00:50:16: Und da ist der
00:50:17: drin?
00:50:18: Und dann kommt der Original-Drama, das heißt, sorry wir haben uns jetzt für den anderen entschieden.
00:50:25: Das passiert aber auch gar nicht.
00:50:26: Ich
00:50:29: freu mich wenn ich ein Kollege vertreten kann und so... Wie gesagt, ich habe immer gespielt.
00:50:37: Dann kam bei der Pandemie mal einen Kumpel und hat gesagt Achtung!
00:50:41: Wenn die Pandemie vorbei ist, das ist genau wie vor hundert Jahren.
00:50:47: Da war der erste Weltkrieg vorbei, die spanische Krippe war vorbei.
00:50:50: Alle waren feierwütig.
00:50:53: Ihr Musiker könnt euch nicht mehr retten vor Geeks wenn die Pandemie vorbei
00:51:00: ist.
00:51:00: Leider
00:51:02: nicht so.
00:51:02: Die Leute sitzen auf ihren Geldbösen.
00:51:05: Ist alles vorbei.
00:51:06: Hast du hohe Konzertpreise inzwischen?
00:51:09: Was ist bei Grönemeyer?
00:51:10: Der ist auch dabei schon immer human.
00:51:13: Ja, bei Udo auch.
00:51:14: Aber es hat trotzdem ... Wenn du mit vier Leuten dahin gehst?
00:51:16: Ich
00:51:16: hab noch mal ein Ticket gekauft.
00:51:19: Aber ich weiß das ist humanisch.
00:51:22: Das sind nicht irgendwie hundertzwanzig Euro oder hundertsechzig Euro.
00:51:26: Und beim Abbot kriegen die Leute drei Stunden Musik für das Geld.
00:51:30: Ja!
00:51:31: Ich finde das als Scheiße.
00:51:33: Wie älter, dass sich wehtun.
00:51:36: Ach, also... Der Nobby war bei Peter Fox in Berlin und auf alle Bühne.
00:51:41: Eine Stunde, zwanzig Minuten inklusiv Zugang.
00:51:45: Oh!
00:51:46: Danke, tschüss.
00:51:47: Schon
00:51:47: schnackig.
00:51:48: Und keiner hat sich beschwert.
00:51:49: Alle hatten eine Mots-Party... Das waren wir aber drei Stunden.
00:51:55: Ich hab das mal so geregelt vor zwanziger Jahren schon.
00:51:59: Weil ich selber mal ein Crew-Mann war, habe ich heute noch einen guten Verhältnis zu der Crew.
00:52:07: Mit der Crew fahre ich also bei dem Bus mit und dann sagen die ja ... Die Musiker kommen mittags um vier in die Leerehalle und wollen Soundtrack machen.
00:52:20: Quatsch!
00:52:20: In den Leerenhalle weißte das.
00:52:24: Und sie müssen dafür morgen zum halb Sieben schon anfangen zu arbeiten.
00:52:28: Dann habe ich gesagt, was war die andere Möglichkeit?
00:52:33: Die Band macht gar keinen Soundcheck.
00:52:34: Wir machen einen Soundcheck, wir sind nur unter zwanzig Leute und das werden ja wohl eine Band zusammen finden!
00:52:40: Und die können mittags dann checken... ...und wir kommen abends um halb sieben zum Catering.
00:52:47: Ich sage gut, ich spreche mit der Band.
00:52:49: Habe ich mit einer Band gesprochen?
00:52:50: und alles klar, seit fünf oder zwanziger Jahren machen wir kein Soundcheck mehr.
00:52:55: Wir gehen hin zum Essen Und dann geht auf
00:52:57: die Bühne.
00:52:57: Dann
00:52:58: haben wir immer noch nicht die Zeit zum Abhängen und dann gehen wir auf die Bühne.
00:53:02: Und noch nicht einmal ist passiert, dass irgendetwas nicht gestimmt hätte.
00:53:09: So eine Mega-Crew?
00:53:12: Ja.
00:53:12: Die waren halt auch motiviert.
00:53:15: Die wollten sich nichts sagen lassen.
00:53:17: Wenn ihr eine Reihe hättest umgefallen, wärst du die Schraube vergessen oder irgendwas.
00:53:22: Nix!
00:53:23: Mit unterwirrteose Musiker.
00:53:24: Ich lieb das immer, wenn die Rodys bei Udo irgendwann eine Session machen.
00:53:28: Da komm
00:53:29: ich mit den
00:53:29: Fans raus!
00:53:30: Das
00:53:32: waren unsere Augen und das war aber nicht mal ein Modell.
00:53:38: Es gibt viele Schnittmengen.
00:53:39: vielleicht sind's dieselben
00:53:40: Aber die beiden Fummafer hatten es immer beneidet.
00:53:44: Die haben gesagt, ah gut habt ihr einen coolen Schiff.
00:53:47: Und dann nicht mal Soundtick.
00:53:49: Wir müssen mittags das ganze Programm üben Das ganze Konzept.
00:53:57: Bevor wir Schluss machen, Markus du bist dran.
00:54:00: Mit welchem Titel sollen wir aufhören?
00:54:03: Okay
00:54:05: take you to the break of day.
00:54:08: Wir
00:54:08: machen die
00:54:10: Nacht durch das machen wir heute auch.
00:54:13: Abschließend gefragt frage ich jeden wenn ihr an Edo als Mensch zurückdenkt was bleibt in eurem Herzen hängen?
00:54:23: Er ist wirklich ... dass der in mein Leben gekommen ist.
00:54:30: Es ... unglaublich, denn er hat irgendjemanden geschickt.
00:54:35: Weil wie gesagt es war, da hab ich mich auf die Schiene gestellt.
00:54:39: Auf der ich heute noch geradeaus fahren kann und kann zurückgucken und sagen Danke Edel!
00:54:49: Good man!
00:54:51: Ja große Dankbarkeit bei mir auch.
00:54:54: also das ist so ein Einfach als Mentor, in dem er im Studio war.
00:55:00: Einfach so eine prägende Erfahrung und für mich ist es... Ich erinnere mich einfach ganz oft an ihn wenn ich bei mir im Studio sitze und höre und dann mir auffällt jetzt höre ich grad so wie Edo gehört hat.
00:55:14: das war neu für mich als ich hier ankam.
00:55:17: Also Edo hat zum Beispiel beim Mischen auch immer den Song von Anfang bis zum Ende durchlaufen lassen.
00:55:24: Der hat nie an irgendwas rumgefregelt.
00:55:27: Eigentlich, der Edo ist für mich ... He is breathing song!
00:55:32: Also er ist der Songman eigentlich.
00:55:34: Da hat wirklich alles jede Entscheidung die er getroffen hat... Für den Songgetroffen so und das ist eine ... Soll ich sagen, eine Sichtweise oder eine Art mit Musik umzugehen, die so schön und entspannt ist Und das habe ich durch ihn gelernt und erfahrendes wirklich
00:55:53: Einfach
00:55:53: trägt mich auch durch mein berufliches Leben
00:56:13: durch.
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